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Kompetenz

"Kinderrechte brauchen Power"
Kinder haben Rechte von klein auf. Diese Grundrechte sind festgeschrieben und verkündet. Auch in Deutschland gilt die "UN-Konvention über die Rechte des Kindes" seit 1992, auch für Deutschland gelten die Bestimmungen der "Charta der Grundrechte der Europäischen Union", unterzeichnet im Dezember 2000 in Nizza. Und mit der Reform des Kindschaftsrechts 1998 wurden im deutschen "Bürgerlichen Gesetzbuch" Kinder tatsächlich selbst zu Trägern ihrer eigenen Rechte. Schließlich werden im deutschen "Sozialgesetzbuch (achtes Buch)", dem sogenannten "Kinder- und Jugendhilfegesetz", recht konkret Rechte von Kindern genannt.

Aber Kinder erleben selbst oft genug, dass ihre Rechte keine Rolle spielen, wenn Erwachsene über sie entscheiden. Bei vielen sogenannten "Profis für das Kindeswohl" in Jugendämtern und Einrichtungen fehlt das Basiswissen über Bedürfnisse und Rechte von Kindern. Dort wird so oberflächlich über das Wohl von Kindern entschieden, als ginge es um seelenlose Dinge.

Beispiel Jugendamt 1:
Zwei Mädchen werden im Alter von 3 und 5 Jahren ihrer Mehrgenerationenfamilie auf dem Land weggenommen, voneinander getrennt und auf Dauer in Pflegestellen vermittelt, wo sie "neu beeltert" werden sollen, weil die leiblichen Eltern angeblich zu dumm seien - der Vater ist solider Arbeiter, die Mutter hat das Zertifikat als Tagesmutter erworben. Mit unserem Beistand kämpfen die Eltern mit Unterstützung durch die ganze Familie um ihr Recht auf Zusammenleben mit den Kindern und gewinnen endlich nach 5 Jahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein Urteil, das in Deutschland weitere zwei Jahre braucht, bis es endlich umgesetzt wird - gegen Unverständnis und wirtschaftliche Interessen.