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Unabhängigkeit

Unsere Unabhängigkeit ist eine der wichtigsten Vorbedingungen dafür, dass wir uns an der Seite von Opfern der "Gerechtigkeitslücke" unbeirrbar für die Verwirklichung des Rechts äußern können. Wer sich abhängig macht von der Geneigtheit der Behörden, wer angewiesen ist auf die Zuweisung gerichtlicher Geldbußen, wer sich verwickeln lässt in die Interessen von Einrichtungen, kommt rasch an die Grenzen seiner Handlungsfähigkeit. Eine besondere Stärke liegt für uns darin, dass unsere Mitglieder nicht selbst Betroffene sind, denen vielleicht unterschwellig nur an der Lösung ihres individuellen Problems gelegen ist.

Obwohl wir uns wegen dieser sachlichen Distanz zu den unterschiedlichsten menschlichen Tragödien sachlich, moderat und im Rahmen einer demokratischen Streitkultur für die Wiederherstellung verletzten Rechts engagieren, wird immer wieder der Versuch gemacht, uns unter Druck zu setzen oder anzuschwärzen. Das geht dann wie überall, wo der Kampf um Machterhaltung und Einfluss mit allen Mitteln geführt wird. Damit muss jeder engagierte Beistand rechnen, der sich für Schwächere einsetzt, die sonst einfach über den Tisch gezogen werden.

Aus solchen Überlegungen heraus haben wir uns auch dafür entschieden, vor der Mitgliederaufnahme genau hinzusehen, damit wir als Mitglieder nur unabhängige Personen gewinnen, die niemand erpressen kann und die nicht mit eigenen beruflichen oder wirtschaftlichen Interessen kollidieren.

Beispiel Jugendamt 2:
Zwei Kinder werden aus ihrer sechsköpfigen Familie genommen, weil sie angeblich durch ihre nachweislich liebevollen Eltern am körperlichen Wachsen gehindert werden. Eine Wachstumsforscherin schafft es mit Hilfe des zuständigen Jugendamts, über die Kinder für ihre Forschungszwecke verfügen zu können. Die zuständigen Personen im Jugendamt "waschen ihre Hände in Unwissenheit", die Kinder sind auf Dauer fremduntergebracht. Gegen die ARK wird erfolglos geklagt.

Übrigens: Die Kinder sind immer noch weg, die Forscherin ist auch weg.
Zum Trost und Gegenbeweis gibt es noch das

Beispiel Jugendamt 3:
Die gleiche Forscherin wie oben beantragt auch bei einem benachbarten Jugendamt die Herausnahme eines aufgefallenen Kindes für ihre Zwecke. Dort entscheidet die zuständige Mitarbeiterin aufgrund ihrer persönlichen Kenntnisse und Erfahrungen, dass die angeführte Verdachtsdiagnose "psychosozialer Minderwuchs" nicht zutreffen kann und entzieht die ganze Familie dem Zugriff der Forscherin. Ergebnis: das betreffende Kind wird anderswo diagnostisch und therapeutisch richtig behandelt, bleibt in seiner Familie und ist inzwischen längst wieder kerngesund.